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„Wir können uns die Medikamente nicht mehr leisten.“

Amal weint. Seit fünf Jahren ist sie hier im Libanon mit ihren vier Kindern. Ich besuche sie mit Fahdi, dem Projektleiter des Jesuiten Flüchtlingsdienstes (JRS), in ihrem Zelt in Barelias in der Bekaa-Ebene. An die 70 Zelte stehen in diesem Lager. Insgesamt leben gut 800.000 Flüchtlinge allein in der Bekaa Ebene. Die Zelte sind mit einem Dieselofen für den Winter ausgestattet und innen mit einer Folie verkleidet, die im Winter die Kälte und im Sommer die Hitze abhält. „Meine drei Söhne sind zuckerkrank, mein Mann leidet an einem Bandscheibenvorfall. Wir können uns die Medikamente nicht mehr leisten.“

Fahdi hört aufmerksam zu. Fragen bleiben uns im Hals stecken. Später erklärt Fahdi: „Ich bin oft in den Zelten und höre einfach zu, was die Menschen erzählen. Es ist kaum zu verkraften. Hilfe ist schwer möglich.“ Wir spüren den Impuls, ihm Geld für die Medikation der drei Kinder zu geben.

 

Angesichts der Vielzahl ähnlicher Schicksale allein in diesem Lager entsteht die Idee eine Medikamenten-Initiative zu starten.

Der Vielvölkerstaat Libanon steht vor einer Zerreißprobe.

Über 2 Millionen Flüchtende aus dem Nachbarland Syrien stellen die Gastfreundschaft vor den wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und religiösen Abgrund. Die Ersparnisse sind nach sechs Jahren Flüchtlingslager aufgebraucht. Das Land bietet nicht so viele Arbeitsplätze. Die Schulen sind mit 400.000 weiteren schulpflichtigen Kindern überfordert.

Mit dem Jesuiten Flüchtlingsdienst JRS helfen wir syrischen Flüchtlingen in ihrem Nachbarland die schwierigste Zeit ihres Lebens zu meistern. Die Menschen spüren immer mehr diese drängende Anteilnahme, die eigentlich fragt: „Wann geht ihr endlich wieder nach Hause?“ Für die meisten gibt es kein Zuhause mehr. Sie sind vertrieben, unerwünscht im Dorf oder im Stadtviertel. Der Krieg ist mit Panzern, Bomben und Raketen über ihr Dorf, ihr Haus, ihre Wohnung gefahren. Da ist nichts mehr, wohin man gehen könnte.

Vor allem Kinder mit besonderen Bedürfnissen brauchen unsere Hilfe!
Mit Ihrer Unterstützung können wir Kindern und Jugendlichen eine Schulbildung ermöglichen.

Danke für Ihre Hilfe

Unterschrift Hans Tschiggerl SJ

Hans Tschiggerl SJ
MENSCHEN FÜR ANDERE